Emeritusgruppe Prof. Dr. Sakmann
Dazu werden licht- und elektronenmikroskopische Techniken verwendet, um die Verdrahtung verschiedener Zelltypen in den Schichten einer Säule zu rekonstruieren. Elektrophysiologische Reaktionen einzelner Zelltypen auf unter- und überschwelligem Niveau sowie Ergebnisse von in-vitro-Paar-Registrierungen werden dazu benutzt, das rekonstruierte Netzwerk "realistisch" anzuregen. Das Ziel ist es, diejenigen Teile des Netzwerks zu bestimmen, welche sensorisch hervorgerufenes Verhalten auslösen. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie sich das Netzwerk bei Lernvorgängen in seiner Struktur und Funktion verändert.
Zusammen mit seinem Kollegen Erwin Neher wurde Bert Sakmann im Jahr 1991 der Nobelpreis in Physiologie oder Medizin "für ihre Entdeckungen hinsichtlich der Funktion einzelner Ionenkanäle in Zellen" verliehen. Als Emeritiertes Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung (Abteilung Zellphysiologie), leitet Bert Sakmann seit Januar 2008 diese Emeritusgruppe am Max-Planck-Institut für Neurobiologie.