NanoAR erhält 2. Preis des Lothar-Späth-Awards 2018

20. Dezember 2018

„Man kann, was man will.“ Im Gedenken an das schnörkellose Credo des ehemaligen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Prof. Dr. h. c. Lothar Späth, an seine Weitsicht und sein Engagement, wurde am Samstagabend in Stuttgart der Lothar-Späth-Award verliehen. Der 2018 erstmals ausgeschriebene Preis ging an drei kooperative Innovationen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Vor knapp 300 geladenen Gästen konnten die Preisträger aus Baden-Württemberg und Thüringen die Auszeichnungen mit einem Preisgeld von insgesamt 40.000 Euro für besonders zukunftsorientierte Projekte entgegennehmen. Unter den Preisträgern war auch die Nanopta GmbH um Klaus Weishaupt, geschäftsführender Gesellschafter, und Zhaolu Diao, Technischer Direktor – beide Wissenschaftler in der Abteilung Zelluläre Biophysik am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, Heidelberg. Sie erhielten den 2. Preis gemeinsam mit den Innovationspartnern Prof. Dr. Robert Brunner (Ernst-Abbe-Hochschule Jena) und Prof. Dr. Joachim Spatz, Direktor am MPI für medizinische Forschung.

Dr. Daniela Späth-Zöllner (links), Jurymitglied und Tochter von Lothar Späth mit den Zweitplatzierten. Im Bild von links: Dr. Klaus Weishaupt, Dr. Zhaolu Diao (Nanopta GmbH), Prof. Dr. Robert Brunner (Ernst-Abbe-Hochschule Jena), Prof. Dr. Joachim Spatz (Max-Planck-Institut Heidelberg) (Foto: Wolfgang List)

NanoAR – biomimetische Nanostrukturen für Hochleistungsoptiken

NanoAR lässt sich von der Natur inspirieren. Die Nanopta GmbH wurde mit ihren Innovationspartnern, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und dem Max-Planck-Institut für medizinische Forschung Heidelberg, für die Entwicklung biomimetischer Nanostrukturen für Hochleistungsoptiken ausgezeichnet. Die Augen nachtaktiver Insekten sind so beschaffen, dass sie einfallendes Licht praktisch nicht reflektieren. Die Preisträger haben mit der nanoAR-Technologie ein Verfahren entwickelt, um eine derartige Struktur synthetisch zu erzeugen und auf Oberflächen aufzubringen. Diese winzigen Nanostrukturen entspiegeln optische Bauteile und ermöglichen eine sehr hohe optische Qualität, die wichtig ist für Lasersysteme in der Produktion, für medizinische Diagnose- oder Therapieinstrumente, für optische Sensoren oder für hochqualitative Fotosysteme. „Es gibt weltweit noch viele Geheimnisse in der Welt, die wir lüften wollen, um die Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Eines davon ist nun gelüftet“, würdigte Jurymitglied und Tochter von Lothar Späth, Dr. Daniela Späth-Zöllner, das ausgezeichnete Projekt. 

Die Nanopta GmbH

Die Nanopta GmbH wurde 2018 von den beteiligten Forschern mit dem Ziel gegründet, die nanoAR-Technologie zu kommerzialisieren. Mit dem Fokus auf Anwendungen der „High-End“-Photonik zielt Nanopta auf einen Wirtschaftszweig, der in Baden-Württemberg und Thüringen eine herausragende Stellung einnimmt (Mikroskopie, Endoskopie, Sensorik, Lasermaterialbearbeitung, Lithografie für die Halbleiterindustrie, optische Systeme für Mobilität und Sicherheit).

Das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung.

Am MPI für medizinische Forschung schaffen Physiker, Chemiker und Biologen Wissen, welches langfristig für die biomedizinische Grundlagenforschung relevant ist. Ziel unserer Arbeit ist es, die immens komplexen molekularen und zellulären Wechselwirkungen, die jeglichem Leben zugrunde liegen, zu beobachten und zu manipulieren.

Der Lothar-Späth-Award

Die Lothar-Späth-Award-Stiftung (in Gründung) schreibt in den Bundesländern Baden-Württemberg und Thüringen den Lothar-Späth-Award aus, der das Wirken, die wegweisenden Leistungen und die Ausnahmepersönlichkeit von Prof. Dr. h. c. Lothar Späth in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ehrt. 

Detaillierte Informationen zum Lothar-Späth-Award finden Sie unter: www.lothar-spaeth-award.de

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