Max-Planck-Gesellschaft

Profil

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Profil

Mit der Berufung von Direktoren für drei neue Abteilungen hat das Institut seit 2015 die grundlegendste Neuorientierung seiner 86-jährigen Geschichte erlebt.  Zentrales, neues Thema der Forschung wird die Aufgabe sein, die immens komplexe Dynamik der Wechselwirkungen zwischen Makromolekülen in der lebenden Zelle – gesund oder krankhaft - in Echtzeit zu beobachten und zu manipulieren. Die vier Abteilungen am Institut tragen mit ihrer einmaligen Expertise auf sich ergänzenden Gebieten dazu bei: die Bestimmung atomarer Struktur (von Ilme Schlichting geleitet), optische Nanoskopie (Stefan Hell), Design neuer Reportermoleküle (Kai Johnsson) und zelluläre Materialwissenschaft (Joachim Spatz). Bei diesem institutsweiten Vorhaben geht es um die Entwicklung neuer Werkzeuge für die biomedizinische Forschung, die zu neuen Ergebnissen, Erkenntnissen und medizinischen Fortschritten führen werden. Damit verfolgt die Forschung am Institut weiterhin die Idee des Gründers, Ludolf v. Krehl: medizinische Forschung durch die enge Zusammenarbeit von Biologen, Physikern, und Chemikern unter einem Dach zu fördern.


Abteilung Biomolekulare Mechanismen (Direktorin: Ilme Schlichting)

Diese Abteilung besteht am Institut seit 2002. Es geht hier um die komplexen chemischen Reaktionen in lebenden Zellen, die durch Enzyme katalysiert werden. Die atomare Struktur wichtiger Enzymmoleküle wird durch biophysikalische und strukturbiologische Methoden bestimmt, vor allem anhand von Freie-Elektronen-Lasern.

Abteilung Optische Nanoskopie (Direktor: Stefan Hell)

Stefan Hell ist Direktor sowohl am MPImF als auch am MPI für biophysikalische Chemie in Göttingen.

Abteilung Chemische Biologie (Direktor: Kai Johnsson)

Kai Johnsson ist im Laufe des Jahres 2017 von der Universität Lausanne (Schweiz) nach Heidelberg gewechselt und hat hier eine vierte Abteilung aufgebaut – zunächst als Direktor im Nebenamt, bis sein Vertrag in Lausanne endete.

Abteilung Zelluläre Biophysik (Direktor: Joachim Spatz)

Joachim Spatz leitete eine Abteilung am MPI für Intelligente Systeme in Stuttgart mit einer Außenstelle an der Universität Heidelberg. Diese wurde nun als neue Abteilung am MPImF zusammengefasst und beschäftigt sich mit dem Erforschen und Verständnis der Mechanobiologie von Zellen, Zellkohorten und Organoiden. Wegweisende technologische Innovationen versetzen dabei in die Lage, lebensähnliche synthetische Kompartimente zu konstruieren.

 

Im Laufe des Jahres 2017 sind die drei neuen Abteilungen schrittweise eingezogen. Die Umzüge werden andauern, solange die erforderlichen Umbaumaßnahmen noch nicht abgeschlossen sind.

 
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